Spinngruppe Raeren

Spinnen am Abend, erquickend und labend. Spinnen am Morgen bringt Kummer und Sorgen.

Wer also am Abend am Spinnrad sitzt und dabei nicht den Faden verliert, verarbeitet zumeist Wolle aus Zeitvertreib und muss dies nicht zum Broterwerb tun.

Früher bekamen die Mägde von der Hausfrau ihr Soll an zu verspinnender Wolle zugeteilt. Wer aber abends lieber mit den jungen Burschen schäkerte, wenn alle um ein Feuer in der großen Halle zusammen saßen, anstatt zu spinnen, musste am Morgen sein Soll wegspinnen. Sonst gab es kein Frühstück von der Herrin!

Wie gut, dass diese Zeiten vorbei sind!

So trifft die Raerener Spinngruppe sich in netter Runde regelmäßig am ersten Montag im Monat (Über den Zeitkreis). Im gemütlichen Rahmen lassen sie es sich gut gehen und arbeiten mit viel Freude am Rad, denn es ist eine sehr meditative Tätigkeit.

Mahatma Gandhi empfahl:

“ Nimm Zuflucht zum Spinnen, damit sich der Geist beruhigt. Die Musik des Rades ist Balsam für unsere Seele. Ich glaube, das Garn, was wir spinnen, ist in der Lage, die Risse im Gewebe unseres Lebens zu flicken. Das Spinnrad ist ein Symbol der Gewaltlosigkeit, auf der alle Leben – wenn es denn ein richtiges Leben sein soll – beruhen muss.“

Am 2. Juni wird wieder gesponnen am Spinnrad und mit der Handspindel. Beides kann auch gerne ausprobiert werden. Pirkko Batteiger, die Leiterin der Spinngruppe, wird ein Faserlexikon, Garnproben auch z.B. aus Bananenfasern und Informationen über das Schaf des Jahres mitbringen.
Es gibt am BIOTAG fertige Strickwaren, sowie handversponnene Wolle zu kaufen auf die wir uns schon freuen!

Link zum ZeitKreis >> hier